Archiv für August 2010

Fotoausstellung „Berlin gegen Krieg“ – Coop Cafe – Eröffnung Mittwoch 1. Sept.

Coop Cafe Rochstr.3 Mittwoch 1. Sept. um 19 Uhr

Fotoausstellung „Berlin gegen Krieg“
Arbeiterfotografen Berlin

Vernissage 1. September 2010 um 19 Uhr
Ausstellung 1.September – 25.Oktober tgl. außer So ab 16 Uhr

Kellergalerie im Coop Cafe
Rochstr.3 Berlin-Mitte (Alex)
U-Bahn Weinmeisterstr/Alexanderplatz
S-Bahn Hackescher Markt/Alexanderplatz
coopcafeberlin.de

Am Weltfriedenstag, dem 1.September 2010, zum 71. Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen, wird in Berlin in der Kellergalerie des Coop Cafe eine Fotoausstellung mit dem Titel: „Berlin gegen Krieg“ mit einer Vernissage eröffnet.

Die Ausstellung wurde zusammengestellt von engagierten Fotografen in Berlin, auf Initiative von Hartmut Ihlefeldt, der seit Jahren auch soziale Bewegungen, Demonstrationen und politische Geschichte dokumentarisch begleitet.

Die Arbeiterfotografie in Deutschland ist eng verbunden mit der Geschichte der Arbeiterbewegung. Kunst wird als Waffe der Systemveränderung verstanden.

Der Titel der Ausstellung „Berlin gegen Krieg“ weist auf das zentrale Thema der ausgestellten Arbeiten hin, bildet gleichzeitig aber auch den
Bezugspunkt zur Erklärung „Berlin gegen Krieg“, die inzwischen von zahlreichen Künstlern, Gewerbetreibenden,
von Bürgerinitiativen, Friedens- und Umweltaktivisten, Politikern und von vielen Einzelpersonen unterstützt wird.

Die Ausstellung „Berlin gegen Krieg“ will vor dem Hintergrund engagierter Arbeiten von Künstlern der Gruppe Arbeiterfotografie Raum bieten für Denkanstöße und Diskussionen zur besseren Vernetzung politischer Aktivisten und Initiativen.

Im Rahmen der Ausstellung stellen sind mehrere Veranstaltungen geplant. Gabriele Senft und Hartmut Ihlefeldt (Arbeiterfotografen) stellen ihre
Arbeiten vor. Die bekannte Berliner Geschichtswerkstatt mit Dr. Andreas Bräutigam und Dietrich Eckhardt von der Gesellschaft für Fotografie und seinen „Berliner Lesezeichen“ sind ebenfalls mit Ihren interessanten Fotografien und Werken beteiligt. Von dem 1968 verstorbenen John Heartfield, weltbekannter Künstler und Protagonist der Berliner „Dada-Bewegung“ werden ebenfalls Arbeiten vorgestellt.

Fotografen/Künstler
Hartmut Ihlefeldt _______ http://www.photographie-spandau.com
Gabriele Senft ________ http://www.gabrielesenft.de
Dietrich Eckhardt ______ http://berliner-lesezeichen.jimdo.com
Dr. Andreas Bräutigam ____ http://www.berliner-geschichtswerkstatt.de
John Heartfield ________ http://www.arbeiterfotografie.com
http://www.berlin-gegen-krieg.de

Vorträge zum Thema in der Kellergalerie:

09.09.2010 Arbeiterfotografie
Gabriele Senft: Die Brücke von Varvarin (Serbien) mit Buchvorstellung
Beginn 20.00 Uhr

25.09.2010 Geschichtswerkstatt Lichtenrade
Andreas Bräutigam: „Geschichtswerkstatt – woher und wohin?“
Beginn 20.00 Uhr

09.10.2010 Arbeiterfotografie
Hartmut Ihlefeldt: „Geschichtliche Entwicklung der Arbeiterfotografie“
Beginn 20.00 Uhr

http://www.berlin-gegen-krieg.de/ausstellung-berlin-gegen-krieg.html

Räumung des Umsonstladens Kastanienallee – 31.August – 7.30

VERÖFFENTLICHUNG EINER E-MAIL

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, soll am Dienstag nächster Woche der Umsonstladen geräumt werden. Wir bitten euch um Unterstützung: Schickt eine E-mail weiter an Bekannte, Freund_innen und Genoss_innen.

Aufruf am 31.8. um 7.30 zum gemeinsamen Frühstück im und vor dem Umsonstladen, Kastanienallee 86, Prenzlauer Berg (Tuntenhaus):

Kapitalismus normiert, zerstört, tötet – und vertreibt alles, was kein Geld bringt!
Umsonstladen schon wieder von Räumung bedroht Kastanienallee 86: Teil-Räumung angekündigt für 31. August 2010, 8 Uhr

Der Investor Brauner will den Umsonstladen in der Kastanienallee 86 räumen lassen. Vor sechs Jahren hat er das Haus gekauft, um sein Geld dort „arbeiten“ zu lassen. Das heißt: Aufhübschen und Aufmotzen des Gebäudes, Mieten rauf und die mittellosen Bewohner_innen gegen die neue zahlungswillige Designer-Szene austauschen.

Das wurde schwieriger als er dachte: Die Hausgemeinschaft, zu der im Hinterhaus das schwule Wohnprojekt Tuntenhaus gehört, hält zusammen und hat Mietverträge. So greifen die Herren als erstes nach dem von den BewohnerInnen gemeinschaftlich genutzten Souterrain-Laden im Vorderhaus. Ein schicker Klamottenladen oder ein feines
Weinlokal bringt in dieser Gegend richtig Geld. Jahrelang war in den Kellerräumen eine nichtkommerzielle Galerie, einer der kulturellen Anziehungspunkte der Kastanienallee. Seit dem Frühjahr hat der Umsonstladen dort einen neuen Standort gefunden, nachdem er im vergangenen November in der Brunnenstraße 183 vor die Tür gesetzt wurde – ebenfalls von einem auf Rendite bedachten Investor.

Für Dienstag, den 31. August, morgens um 8 Uhr, hat sich jetzt der Gerichtsvollzieher angekündigt, um rauszuschmeißen, wen immer er im Laden antrifft. Gegen die jetzigen LadennutzerInnen gibt es gar keinen gültigen Räumungstitel, aber das ist den Gerichten und den Schergen egal: Platz da für den Eigentümer und für sein Grundrecht auf Verwertung und Geldvermehrung! Hat er das? Nein, hat er nicht, jedenfalls moralisch nicht. Denn das, was er mit Gentrifizierung und Mietsteigerungen auszubeuten gedenkt, hat er den Menschen enteignet, die er auf die Straße setzen will!

Die Renditeerwartung für Immobilien in der Kastanienallee ist deshalb hoch, weil der Stadtteil mit seinem „radical chic“ zahlungsbereites Publikum von überall anzieht. Die Menschen, die hier ihre Klamotten kaufen und ihren Cocktail schlürfen, versuchen damit teilzuhaben an dem Flair dissidenter, nicht-kommerzieller Lebensweise, die hier mal
zuhause war und zum Teil noch ist. Dazu gehören auch die Projekte in dem Doppelhaus Kastanienalle 85/86: der politische Buchladen, das linke Kneipenkollektiv, die Druckerei für linke Propaganda, die Volxküche, die kostenlose, selbstorganisierte Essensverteilung, das Tuntenhaus als Anlaufpunkt für Schwule mit seinen legendären Hoffesten, früher die Galerie und jetzt der Umsonst- und Verleihladen.

Die Investoren schmeißen die Projekte raus und beuten das Image aus, das diese hinterlassen haben! Brauner hat kein Recht, aus der Inwertsetzung nicht-kommerzieller Projekte Kapital zu schlagen. Er hat kein Recht, diesen Laden denen zu enteignen, die sich dem Konsumzwang widersetzen. Die Vertreibung und Zerstörung nicht-
kommerzieller Lebensräume muss gestoppt werden.

Kommt alle zum Räumungstermin des Umsonstladens!
Gemeinsames Frühstück am Dienstag, 31. August 2010, 7.30 Uhr (morgens!)

9/11 DEMO BERLIN Freiheit statt Angst

freedom not fear

wtc7

SCHLUSS MIT BIG BROTHER, GUANTANOMO, KRIEGEN UND LÜGEN, INVESTIGATE 9/11
FREEDOM NOT FEAR

http://blog.freiheitstattangst.de

Lange Nacht der Museen auch im MocTA – Museum of contemporary TrashArt

28. August – Lange Nacht der Museen auch im MocTA

Wie jedes Jahr findet am letzten Augustwochenende einer der Höhepunkte des Berliner Kultursommers statt: die Lange Nacht der Museen

Auch das MocTA, Museum of contemporary TrashArt, das erste und einzige TrashAr tMuseum, gegründet 2008 von der Münchner Künstlerin ADLER A.F., nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal daran teil.

Flyer - Seite1

Die Lange Nacht der Museen hat diesmal einen thematischen Schwerpunkt: die Unabhängigkeitsbewegungen in Lateinamerika, die vor 200 Jahren begannen und letztlich zur Befreiung von der spanischen Kolonialherrschaft führten. Unter dem Begriff „Bicentenario“ wird in Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, El Salvador, Kolumbien, Mexiko, Paraguay, Uruguay und Venezuela durchaus kontrovers der Ereignisse um 1809­11 gedacht, als die damaligen Kolonien aufbegehrten. Das Jubiläum der Gründung der meisten lateinamerikanischen Republiken hat auch die teilnehmenden KünstlerInnen im MocTA, inspiriert, die gesellschaftlichen und künstlerischen Verhältnisse auf dem Kontinent zu reflektieren. Das TrashAr tMuseum präsentiert Deutschlands größte Original­ Kaffesack­Sammlung, es werden Diskussionen, Filme und Performances gezeigt.

Flyer-Seite2

Die Wissenschaftlerin Dr. Mercedes Gustavo vom Archipel Galapagos wird zu fair gehandeltem Kaffee aus lateinamerikanischen Ländern referieren.
ADLER A.F., TrashAr t­Künstlerin aus München, wird als „anarquista aquila“ eine Performance zur Problematik des Großgrundbesitzes in vielen lateinamerikanischen Ländern mit dem Titel “ el latifundista“ darbieten. Dr. Jolanda Wagner, Kunsthistorikerin aus Wien, hält die Laudatio im TrashArtMuseum für die ausstellenden KünstlerInnen aus Lateinamerika, Zürich, Berlin, München, Miami und New York. Ein umfangreiches und spannendes Programm mit Führungen, Performances, Fotografie, Collage, Malerei und Installation ergänzt die Sonderausstellung zur „27. Langen Nacht der Berliner Museen“ im weltweit einzigen TrashArtMuseum.

Mit einem Infostand anwesend ist:
BGK

Tacheles – Rechtsgutachten spricht von Nichtigkeit des Kunsthaus Verkaufs 1998

DI 10. AUGUST 2010

Tacheles: Rechtsgutachten birgt politischen Sprengstoff. Verkauf an Fundus hätte vom Bund rückgängig gemacht werden müssen bzw. war von Anfang an rechtswidrig. Ich hab’s gelesen, stimmt! M.E. Große Schlampereien bei zuständigen Bundesbehörden, Auflagen wurden nicht geprüft, Vertragsstrafen von Fundus nicht eingefordert, Millionenschaden durch Nichthandeln.

Ein neues Rechtsgutachten bringt überraschend Bewegung in den Machtpoker ums Kunsthaus Tacheles und birgt einigen politischen Sprengstoff. [Original Gutachten bitte bei info@tacheles.info anfordern].

In der für die Gruppe Tacheles erstellten Stellungnahme der Kanzlei SKW Schwarz heißt es u.a., dass der Verkauf des 23600qm großen Areals, zu dem auch das Tacheles mit 4% der Fläche gehört, durch die Bundesrepublik Deutschland vertreten durch die OFD Berlin an die Fundus GmbH 1998 spätestens 2008 hätte widerrufen werden müssen, da spätestens dann ersichtlich gewesen sei, dass die vertraglich vereinbarten Bautätigkeiten nicht fristgemäß durchgeführt werden: „Die Voraussetzungen für den Widerruf lagen vor. Spätestens mit Ablauf der Durchführungsfrist im Jahr 2007 war feststellbar, dass das zugesagte Investitionsvorhaben nicht (mehr) fristgerecht umgesetzt werden konnte“. Wegen der abgelaufenen einjährigen Frist sei ein Widerruf jetzt hingegen nicht mehr möglich.

Doch es gibt eine Hintertür für das Kunsthaus: Neben einer Vielzahl weiterer Unstimmigkeiten, die den damaligen Verkauf begleitet haben, streicht die Stellungnahme heraus, dass bereits der Verkauf selbst möglicherweise nichtig sei, da offenbar die wirtschaftlichen Verhältnisse des Käufers nicht hinreichend geprüft worden seien. Erhärtet wird diese Argumentation durch öffentliche Stellungnahmen der Fundus Gruppe, die 2003 in einem Artikel bei „Welt-Online“ mit den Worten zitiert wird, sie könne nicht mit dem Bauen beginnen „bevor nicht ungefähr die Hälfte der Flächen vermarktet ist“. Hierzu heißt es in dem Papier: „Die Frage, ob das Vorhaben wirtschaftlich durchführbar und insbesondere dessen Finanzierung möglich ist, hätte jedoch vor Erlass des Investitionsbescheides geprüft werden müssen“. Zudem sei beim Verkauf die gesetzliche Verpflichtung verletzt worden, „für die Zahlung des Verkehrswertes der Grundstücke eine näher zu bezeichnende Sicherheit zu leisten“.

Sollte sich diese Argumentation erhärten, stellt sich nicht nur die Frage nach Seilschaften und Mauscheleien beim Verkauf und nach den politisch Verantwortlichen, die den Widerruf des Geschäfts verschlafen haben, sondern auch für die Auseinandersetzungen im Kunsthaus selbst bedeutet dies eine völlig neue Sachlage. Die derzeitige Zwangsverwaltung und damit auch das gerade eröffnete Insolvenzverfahren gegen den Tacheles e.V. wird fraglich (Ursache sind willkürliche Mietforderungen der Zwangsverwaltung). „Uns würde freuen, wenn die neue Situation dazu führt, dass die Künstler bleiben können und die Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen im Haus weiter de-eskalieren“ erklärte Katrin Maßmann, Sprecherin der Gruppe Tacheles.

DAS TACHELES MUSS BLEIBEN!!

mehr Infos und Originalartikel
Gruppe Tacheles.
http://www.tacheles.info/

Webseite des Tacheles e.V..
http://tacheles.de

http://isupporttacheles.blogspot.com/

http://www.berlin-gegen-krieg.de/tacheles.html