Zeigen wir: Keine Toleranz für RassistInnen!
Das Antikapitalistisches Bündnis Potsdam lädt alle interessierten Gruppen
und Einzelpersonen zur gemeinsamen Absprache der Aktion ein: Mittwoch, 19:00
Uhr, Projekthaus Potsdam.
Aufruf des Antikapitalistisches Bündnis Potsdam
*******************************************
Nachdem das Potsdamer Waschhaus aufgrund des öffentlichen Drucks die Lesung
mit Thilo Sarrazin abgesagt hat, ist sich der Nikolaisaal Potsdam nicht zu
schade, dem SPD-Mitglied, das gerade eine Steil-Karriere als Neu-Rechter
hinlegt, ein Podium zu bieten. In Potsdam will Thilo Sarrazin erstmals durch
Lesung seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ seine rassistischen
Thesen verkünden. Wir rufen dazu auf, sich der öffentlichen Darstellung der
menschenverachtenden und diskriminierenden Weltbilder von Thilo Sarrazin
entgegen zu stellen. Wir werden mit aller Kraft dagegen demonstrieren.
Nirgendwo darf Platz sein für antisemitische, islamfeindliche und
rassistische Hetze!
Neun Gründe gegen die Hetze Sarrazins:
1. Indem Sarrazin eine düstere Bedrohung des Westens durch den Islam ausmalt
und eine Islamisierungsgefahr Deutschlands konstruiert, knüpft er nahtlos an
die Argumentation von FaschistInnen und Rechtsextremen an. Er schafft damit
den Nährboden für eben diese rassistischen Einstellungen.
2. Die von Sarrazin behauptete Bedrohung des Wohlstandes in Deutschland
durch EinwanderInnen ist zutiefst zynisch. Vielmehr ist es so, dass
MigrantInnen als billige Arbeitskräfte und LohndrückerInnen missbraucht
werden. Die derzeit praktizierte Ausländergesetzgebung soll sie
disziplinieren indem ihnen rechtliche und politische Grundrechte verwehrt
werden. Sie werden in unsichere Lebensverhältnisse gezwängt und
kriminalisiert. Das Schüren von rassistischen Vorurteilen schafft die
notwendige Akzeptanz für diese Praxis.
3. Sarrazin schürt Vorurteile über eine „mangelnde Integrationsbereitschaft“
von MigrantInnen und verschleiert so, dass die ökonomische, politische und
soziale Lebenssituation der MigrantInnen das größte Hindernis für ihre
„Integration“ ist. Sie leben dauernd mit dem Gefühl der Unsicherheit und
Vorläufigkeit. Dies kann selbst der höchste Aufenthaltsstatus nicht ändern.
Die Folgen sind Aufenthaltsbestimmungen, die das gesamte Familienleben
beherrschen; Schwierigkeiten bei der Wohnungs- und Arbeitssuche; Probleme
bei der Schul- und Berufsausbildung der Kinder; Arbeitslosigkeit und
fehlende freundschaftliche und sozialen Kontakte.
4. Die Bildung von MigrantInnen-Communities, welche Sarrazin verteufelt,
stellt dagegen eine notwendige Überlebensstrategie dar. Die MigrantInnen
reagieren damit auf ihre alltägliche Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit in
Deutschland.
5. Sarrazins These der Parallelgesellschaft impliziert, dass nur national
homogene Gesellschaften konfliktfreie Gesellschaften wären. Das ist eine
Fiktion. Er unterstellt, dass ihre kulturelle und nationale Identität
unvereinbar mit hiesigen Wertevorstellungen wäre. Damit spricht er dieser
Gesellschaft und der der MigrantInnen ihre Heterogenität ab und untergräbt
Pluralismus und Akzeptanz für gesellschaftliche Minderheiten.
6. Durch Sarrazins Weltbild zieht sich wie ein roter Faden die
Kategorisierung und Bewertung von Menschen nach einem „Nutzen“ für die
Gesellschaft. Er unterstellt in rassistischer Weise, dass bestimmte Menschen
aufgrund ihrer ethnischen Herkunft einen niedrigen Intelligenzquotienten
hätten, um sich dann gegen den Verbleib dieser Menschen in unserer
Gesellschaft auszusprechen. Damit schließt er an sozialdarwinistisches
Denken an.
7. Indem Sarrazin die Arbeitslosigkeit zur Schuld der Erwerbslosen erklärt,
verschleiert er die wirtschaftliche Situation in Deutschland, die schlicht
nicht ausreichend Beschäftigung anzubieten hat.
8. Für die beschriebenen Zustände trägt Thilo Sarrazin als langjähriger
Ministeriumsmitarbeiter und Minister politische Mitschuld! Zynischerweise
wird er sich nun durch den massenhaften Verkauf seines Buches daran auch
noch persönlich bereichern.
9. Mit der Debatte um Hartz 4-Leistungen, der rassistischen Hetze gegen
EinwanderInnen und der Dämonisierung des Islam lenkt Sarrazin gezielt von
den tatsächlichen politischen Skandalen ab. Die Privatisierung der Bahn, die
Milliarden Bürgschaften im Berliner Bankenskandal und die Milliardenkredite
in der Wirtschaftskrise: als ehemaliger Vorstand der DBAG und als
Finanzminister ist Sarrazin selbst mitverantwortlich dafür, dass sich die
Wohlhabenden auf Kosten der Armen bereichern.
Wir fordern:
- Kein Podium für rassistische Hetze – kein Podium für Hetze gegen
Erwerbslose – kein Podium für Sarrazin!
- Volle rechtliche, politische und soziale Gleichstellung für MigrantInnen!
- Abschaffung der AusländerInnengesetzgebung!
- Weg mit den Kürzungen in sozialen Bereichen!
- Für eine solidarische Gesellschaft ohne Rassismus.
Am 09. September ab 18:30 Uhr in der Yorckstraße / Ecke Wilhelm-Staab-Straße
zeigen wir: Keine Toleranz für RassistInnen!
--
Antikapitalistisches Bündnis Potsdam
www.antikap-potsdam.de
antikap-potsdam@gmx.de
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*** BITTE WEITERLEITEN ***
Keine Toleranz für RassistInnen!
Gegen die geistige Brandstiftung des Thilo Sarrazin.
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Protest gegen die öffentliche Lesung des Buches „Deutschland schafft sich
ab“ und die Verbreitung rassistischen Gedankenguts durch Thilo Sarrazin!
Kundgebung:
am Donnerstag: 09. September 2010
ab 18:30 Uhr
in der Yorckstraße / Ecke Wilhelm-Staab-Straße.
Zeigen wir: Keine Toleranz für RassistInnen!
Das Antikapitalistisches Bündnis Potsdam lädt alle interessierten Gruppen
und Einzelpersonen zur gemeinsamen Absprache der Aktion ein: Mittwoch, 19:00
Uhr, Projekthaus Potsdam.
Aufruf des Antikapitalistisches Bündnis Potsdam
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Nachdem das Potsdamer Waschhaus aufgrund des öffentlichen Drucks die Lesung
mit Thilo Sarrazin abgesagt hat, ist sich der Nikolaisaal Potsdam nicht zu
schade, dem SPD-Mitglied, das gerade eine Steil-Karriere als Neu-Rechter
hinlegt, ein Podium zu bieten. In Potsdam will Thilo Sarrazin erstmals durch
Lesung seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ seine rassistischen
Thesen verkünden. Wir rufen dazu auf, sich der öffentlichen Darstellung der
menschenverachtenden und diskriminierenden Weltbilder von Thilo Sarrazin
entgegen zu stellen. Wir werden mit aller Kraft dagegen demonstrieren.
Nirgendwo darf Platz sein für antisemitische, islamfeindliche und
rassistische Hetze!
Neun Gründe gegen die Hetze Sarrazins:
1. Indem Sarrazin eine düstere Bedrohung des Westens durch den Islam ausmalt
und eine Islamisierungsgefahr Deutschlands konstruiert, knüpft er nahtlos an
die Argumentation von FaschistInnen und Rechtsextremen an. Er schafft damit
den Nährboden für eben diese rassistischen Einstellungen.
2. Die von Sarrazin behauptete Bedrohung des Wohlstandes in Deutschland
durch EinwanderInnen ist zutiefst zynisch. Vielmehr ist es so, dass
MigrantInnen als billige Arbeitskräfte und LohndrückerInnen missbraucht
werden. Die derzeit praktizierte Ausländergesetzgebung soll sie
disziplinieren indem ihnen rechtliche und politische Grundrechte verwehrt
werden. Sie werden in unsichere Lebensverhältnisse gezwängt und
kriminalisiert. Das Schüren von rassistischen Vorurteilen schafft die
notwendige Akzeptanz für diese Praxis.
3. Sarrazin schürt Vorurteile über eine „mangelnde Integrationsbereitschaft“
von MigrantInnen und verschleiert so, dass die ökonomische, politische und
soziale Lebenssituation der MigrantInnen das größte Hindernis für ihre
„Integration“ ist. Sie leben dauernd mit dem Gefühl der Unsicherheit und
Vorläufigkeit. Dies kann selbst der höchste Aufenthaltsstatus nicht ändern.
Die Folgen sind Aufenthaltsbestimmungen, die das gesamte Familienleben
beherrschen; Schwierigkeiten bei der Wohnungs- und Arbeitssuche; Probleme
bei der Schul- und Berufsausbildung der Kinder; Arbeitslosigkeit und
fehlende freundschaftliche und sozialen Kontakte.
4. Die Bildung von MigrantInnen-Communities, welche Sarrazin verteufelt,
stellt dagegen eine notwendige Überlebensstrategie dar. Die MigrantInnen
reagieren damit auf ihre alltägliche Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit in
Deutschland.
5. Sarrazins These der Parallelgesellschaft impliziert, dass nur national
homogene Gesellschaften konfliktfreie Gesellschaften wären. Das ist eine
Fiktion. Er unterstellt, dass ihre kulturelle und nationale Identität
unvereinbar mit hiesigen Wertevorstellungen wäre. Damit spricht er dieser
Gesellschaft und der der MigrantInnen ihre Heterogenität ab und untergräbt
Pluralismus und Akzeptanz für gesellschaftliche Minderheiten.
6. Durch Sarrazins Weltbild zieht sich wie ein roter Faden die
Kategorisierung und Bewertung von Menschen nach einem „Nutzen“ für die
Gesellschaft. Er unterstellt in rassistischer Weise, dass bestimmte Menschen
aufgrund ihrer ethnischen Herkunft einen niedrigen Intelligenzquotienten
hätten, um sich dann gegen den Verbleib dieser Menschen in unserer
Gesellschaft auszusprechen. Damit schließt er an sozialdarwinistisches
Denken an.
7. Indem Sarrazin die Arbeitslosigkeit zur Schuld der Erwerbslosen erklärt,
verschleiert er die wirtschaftliche Situation in Deutschland, die schlicht
nicht ausreichend Beschäftigung anzubieten hat.
8. Für die beschriebenen Zustände trägt Thilo Sarrazin als langjähriger
Ministeriumsmitarbeiter und Minister politische Mitschuld! Zynischerweise
wird er sich nun durch den massenhaften Verkauf seines Buches daran auch
noch persönlich bereichern.
9. Mit der Debatte um Hartz 4-Leistungen, der rassistischen Hetze gegen
EinwanderInnen und der Dämonisierung des Islam lenkt Sarrazin gezielt von
den tatsächlichen politischen Skandalen ab. Die Privatisierung der Bahn, die
Milliarden Bürgschaften im Berliner Bankenskandal und die Milliardenkredite
in der Wirtschaftskrise: als ehemaliger Vorstand der DBAG und als
Finanzminister ist Sarrazin selbst mitverantwortlich dafür, dass sich die
Wohlhabenden auf Kosten der Armen bereichern.
Wir fordern:
- Kein Podium für rassistische Hetze – kein Podium für Hetze gegen
Erwerbslose – kein Podium für Sarrazin!
- Volle rechtliche, politische und soziale Gleichstellung für MigrantInnen!
- Abschaffung der AusländerInnengesetzgebung!
- Weg mit den Kürzungen in sozialen Bereichen!
- Für eine solidarische Gesellschaft ohne Rassismus.
Am 09. September ab 18:30 Uhr in der Yorckstraße / Ecke Wilhelm-Staab-Straße
zeigen wir: Keine Toleranz für RassistInnen!
--
Antikapitalistisches Bündnis Potsdam
www.antikap-potsdam.de
antikap-potsdam@gmx.de
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