WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat die USA moralisch in die Knie gezwungen.

Havanna(RIA Novosti)- WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat die USA moralisch in die Knie gezwungen. Das schrieb Fidel Castro in seinem Beitrag „Imperium auf Anklagebank“, der am Mittwoch von der Regierungszeitung „Granma“ und anderen führenden Medien Kubas abgedruckt wurde. „Assange, der vor einigen Monaten nur wenigen Leuten bekannt war, stellte unter Beweis, dass selbst das mächtigste Imperium aller Zeiten herausgefordert werden kann.“
Castro übte auch heftige Kritik an Massenmedien, die WikiLeaks-Enthüllungen für Angriffe auf „revolutionäre Länder“ missbrauchen. Assange habe seine Dokumente fünf großen transnationalen Unternehmen zugespielt. Einige davon seien „käuflich, reaktionär und profaschistisch“. Dazu zählte Fidel die spanische Gruppe PRISA, die die Zeitung „Pais“ herausgibt, sowie den deutschen Spiegel-Verlag.
Zur gerichtlichen Verfolgung Assanges schrieb Castro, dass „die rechtsorientierte schwedische Regierung und die militante Nato-Mafia, die so gerne über die Pressefreiheit und Menschenrechte ausschweifen“, für die Möglichkeit selbst verantwortlich seien, die Wahrheit über die „zynische Politik der USA und ihrer Verbündeten“ zu erfahren. Ideen könnten manchmal eine größere Zerstörungskraft haben als Atomwaffen, betonte Castro.