Wikileaks – US-Botschafter machte Druck für GM Nahrung

Wie aus von Wikileaks veröffentlichten Dokumenten hervorgeht schlug der US-Botschafter in Frankreich, Craig Stapleton, Vergeltungsmaßnahmen vor, falls EU-Länder sich weigern sollten, gentechnisch manipuliertes Saatgut zu akzeptieren.

Im Dezember 2007 versendete der US-Botschafter in Paris die folgende vertrauliche Nachricht an die US-Handelsbeauftragte Susan Schwab:
„Europa bewegt sich rückwärts, nicht vorwärts, in dieser Angelegenheit (die Zulassung gentechnisch manipulierter landwirtschaftlicher Produkte) und Frankreich spielt darin eine führende Rolle, zusammen mit Österreich, Italien und sogar der EU-Kommission… Vergeltungsmaßnahmen in Betracht zu ziehen wird klarstellen, dass der derzeitige Weg den EU-Interessen reale Kosten verursachen wird und könnte helfen, die Stimme der Befürworter der Biotechnologie zu stärken.“

Nach Berichten der österreichischen Tageszeitung Kurier folgte im Januar 2008 die US-Handelsabteilung dem Rat der Botschaft und reichte bei der Welthandelsorganisation (WTO) einen Antrag auf Streichung von Handelsprivilegien für die EU ein.